"Sei gut zu dir selbst"

 

In einem Artikel im Standard vom 15.10.2017 schreibt der Neurologe Dr. Wolfgang Lalouschek, dass viele von uns

 

"nur noch Passagier im eigenen Leben"    

 

 sind.

 

Wir lassen uns zunehmend von "außen" steuern und verlieren das Gefühl dafür, was uns gut tut.

 

Wir sind vermehrt in einem Dauerstresszustand aus Wollen und Sein.  Medien gaukeln uns vor, wie wir zu sein haben. Ratgeber diktieren uns in die (momentan) aktuelle Richtung, unsere Erreichbarkeit liegt bei 24/7 Stunden. Wir sind ständig "am Sprung".

 

Eine aktuelle Studie über Stressverarbeitung und Leitungserbringung zeigt, dass Dauerstress die Leistung um rund 70!!!% vermindert.

 

Von uns wird  noch immer "Multitasking" erwartet, obwohl man inzwischen längst weiß, dass das menschliche Gehirn nicht darauf ausgerichtet ist, mehrere Dinge gleichzeitig und  gleich gut zu erledigen und sich so um die notwendigen Erholungspausen bringt.

 

Diese fehlenden Pausen führen zu einem Konzentrations - und Leistungsverlust (teilweise bis zu 40% ) mit einer starken Erhöhung der Fehlerquote.

 

Der Neurowissenschaftler Daniel J. Levitin schreibt "Menschen, die ihre Zeit in einer Weise organisieren, die ihnen erlaubt, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, schaffen nicht nur mehr, sondern sind auch weniger müde und geistig weniger ausgelaugt".

 

 

PETRA ´s  Tipps für stressfrei(er)es Arbeiten:

 

P  Prioritäten setzen und sich durch  "Nebenaktivitäten" nicht von der Hauptaufgabe  abbringen lassen. Es erfordert viel Energie, wieder in die Hauptaufgabe einzusteigen. Lieber diese fertig machen, denn nicht jede Unterbrechung ist ein "Notfall" und muss sofort bearbeitet werden.

 

E  Erholungsphasen schaffen, indem man  anspruchsvollere Tätigkeiten mit weniger anstrengenden Tätigkeiten abwechselt (und wenn es "nur" das Aufräumen des Arbeitsplatzes ist).

 

T  Time out  - sorgen Sie bewusst für Pausen, in denen Sie "faulenzen", die Seele baumeln lassen, sich ein paar Minuten Auszeit gönnen um Ihrem Hirn jene Ruhephase zu geben, welche es für die weitere Arbeit benötigt. Hier können auch Rituale helfen - zb. in der Mittagspause ein Schläfchen von mind. 10 Minuten halten oder einen kleinen Spaziergang in eine grüne Umgebung machen.

 

R  Runterdrehen - stellen Sie alle störenden, Geräusche machende Maschinen ab, um in Ruhe und mit Konzentration arbeiten zu können. Wenn Sie nicht gestört werden möchten, hängen Sie ein Schild auf, welches Ihren Kolleg/Innen signalisiert, dass Sie in der nächsten (halben)  Stunde nicht ansprechbar sind, dann aber wieder zur Verfügung stehen.

 

Abgrenzen fällt vielen von uns schwer - man möchte es ja allen recht machen, zeigen was man kann und auch als unentbehrlich angesehen werden. Leider geht das nur all zu oft auf Kosten der eigenen Zeit, denn die eigene Arbeit gehört ja auch noch gemacht. Fragen Sie sich deshalb öfters: "gehört das zu meinem Aufgabenbereich? Kann ich diesen Auftrag auch noch annehmen?". Manchmal hilft auch das Delegieren oder das Erstellen einer Prioritätenliste.

 

Kraft und Energie kann man auch durch - für sich - sinnhafte Tätigkeit finden. Für mich zählt hier definitiv die Arbeit im Garten, bzw. der Anbau von Obst und Gemüse dazu.

 

 

Unter folgendem LINK finden Sie etwas ganz  Feines zum Entspannen und Erholen:

 

 

 Selbstfürsorge-Trancen in Zeiten des Coronavirus - M.E.G. Blog (hypnose.de)