Kurzzeittherapie
Ich bin eine Verfechterin der "Kurzzeittherapie" bei nicht chronischen bzw. traumatischen Störungen.

 

Oft reichen 3 - 5 Sitzungen und ich kann meine Klient/Innen wieder mit gutem Gewissen "entlassen" im Vertrauen darauf, dass sie meine Unterstützung derzeit nicht mehr brauchen, weil sie sich wieder ihrer Kraft und ihrer Ressourcen bewusst geworden sind.

Manchmal reicht es bereits, wenn man negative Verhaltensmuster erkennt und unterbricht bzw. korrigiert. Durch Denkanstöße können sich neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Neue Sichtweisen tun sich auf, können zur Lösung von bereits lang anhaltenden Problemen beitragen.

 

Manchmal haben Symptome auch "Schutzfunktionen", hier gilt es gut hinzuschauen, ob man dieses Symptom nicht durch etwas weniger Störendes ersetzen kann oder ob man diesen Schutz jetzt überhaupt noch braucht?

Mag sein, dass dieser Schutz zb. in der Kindheit wichtig war, jetzt aber im Erwachsenenalter als störend empfunden wird.

 

Hier hilft oft die "Wunderfrage" aus der systemischen Therapie:

"Angenommen, Ihr Symptom / Problem verschwindet über Nacht, welche Folgen hätte das für Sie (für Ihre Familie?

 

Diese Frage mag vielleicht ver"wundern", es ist aber immer erstaunlich und auch erfrischend (vor allem für den Klienten) welche "Aha-Erlebnisse" sich hier auftun.

Was soll sich durch die Therapie, die Behandlung verändern?

Wer könnte etwas gegen eine Veränderung haben?

Welches Ziel verfolgt der Klient?

Ist es ein erreichbares oder ein utopisches Ziel?

 

Manchmal ist es hilfreicher, sich kleine Ziele zu setzen, um 1. Erfolge und Fortschritte zu sehen und 2. sich nicht zu überfordern und zu frustrieren.

 

Zu Beginn jeder Einheit wird ein Ziel (Thema) festgelegt, an dem gearbeitet wird, so kann man sich nicht so leicht in seinen Gedanken verlieren. So stelle ich gerne die Frage: "woran werden Sie heute am Ende unserer Sitzung erkennen, dass es Ihnen besser geht?"

Natürlich sind nicht alle Fragen für alle Klienten in jeder Situation passend, daher habe ich mir eine große Methodenvielfalt angeeignet, um adäquat auf alle Bedürfnisse eingehen zu können.

Für mich ist eine Behandlung dann zu Ende, wenn es für den Klienten soweit wieder passt und auch er das Gefühl hat, seinen Weg wieder alleine zu finden. Und das geht oft sehr schnell, weil Menschen von sich aus eigentlich sehr stark sind, manchmal brauchen sie nur einen "Schupser" in die richtige Richtung.