Die psychologische Schmerztherapie 
basiert maßgeblich auf dem biopsychosozialen Modell. Dieses versteht chronischen Schmerz nicht als rein körperliches Problem, sondern als dynamisches Zusammenspiel der folgenden drei Ebenen:
  • Biologisch: Fokus auf körperliche Ursachen wie Gewebeschäden, Entzündungen oder Veränderungen im Nervensystem (Schmerzgedächtnis).
  • Psychisch: Beinhaltet die individuelle Schmerzverarbeitung, Emotionen (Angst, Niedergeschlagenheit), Gedanken (Katastrophisieren) und Bewältigungsstrategien.
  • Sozial: Berücksichtigt das Umfeld, wie Belastungen am Arbeitsplatz, familiäre Konflikte oder Rückzug aus sozialen Aktivitäten. 
Funktionsweise der psychologischen Schmerztherapie
In der Therapie werden diese Ebenen genutzt, um den "Teufelskreis" aus Schmerz, Schonverhalten und psychischer Belastung zu durchbrechen. 
  1. Schmerzbewältigung: Patienten erlernen Strategien, um dem Schmerz aktiv etwas entgegenzusetzen, anstatt sich ihm unterzuordnen (z. B. durch Achtsamkeitstraining). Ziel: dieses Gefühl der Hilflosigkeit / des Ausgeliefert seins zu verringern.
  2. Verhaltenstherapeutische Ansätze: Abbau von Schmerzkognitionen (z. B. Angst-Vermeidungs-Verhalten) und Förderung eines gesunden Aktivitätsniveaus.
  3. Ressourcenaktivierung: Nutzung schützender Faktoren auf allen Ebenen, wie soziale Unterstützung oder eine optimistische Grundeinstellung. 
Das Ziel ist eine multimodale Schmerztherapie, die biologische Behandlungen (Medikamente, Physiotherapie) mit psychologischen und sozialen Interventionen kombiniert, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. 
Methoden der psychologischen Schmerztherapie
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Ändern Sie Ihre Gedanken und Verhaltensweisen,
     um Ihre Schmerzen zu bewältigen.
- Achtsamkeit: Lernen Sie, im Moment zu leben und Ihre Schmerzen zu akzeptieren.
- Entspannungstechniken: Lernen Sie, sich zu entspannen und Ihre Schmerzen zu reduzieren.
- Biofeedbacktherapie: durch Rückmeldungen Ihrer eigenen Parameter lernen Sie, Ihre
      Muskelspannung zu reduzieren und so den Scherz zu verringern